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Reiseberatung

Hund im Auto auf Reise

Wollen Sie mit Ihrem Tier auf Reisen gehen, gibt es einiges zu beachten.

Für Hunde, Katzen und Frettchen gilt seit 2014 die EU-Verordnung Nr. 576/2013.
Diese soll für einen besseren Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung von Tollwut sorgen.

Bei Reisen innerhalb der EU muss folgendes beachtet werden:

• Kennzeichnung des Tieres mit einem Mikrochip.

• Ein Heimtierausweis muss mitgeführt werden. Dieser muss von einem Tierarzt ausgestellt sein und der gültige Impfstatuts der Tollwutimpfung muss ersichtlich sein.

• Ist Ihr Tier jünger als drei Monate und dementsprechend noch nicht wie gefordert geimpft? Beachten Sie in diesem Fall unbedingt die jeweils gültigen Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes, da viele EU-Länder die Einreise von Hunden, Katzen und Frettchen, die keinen gültigen Tollwut-Impfstatus aufweisen, verbieten. Zusätzlich kann es je nach Land noch zusätzliche Einreisebestimmungen geben.

Neben den geforderten Reisevorschriften bezüglich Tollwut, kann es durchaus sinnvoll sein, ihr Tier bei Reisen in die Länder Südeuropas gegen dort vorkommende Krankheiten zu schützen.

Für Hunde spielen folgende Reise-Erkrankungen eine Rolle:

Leishmaniose (Leishmania infantum)

Leishmaniose kommt in Europa südlich der Alpen, aber auch weltweit in subtropischen und tropischen Gebieten vor. Übertragen wird Leishmaniose von Sandmücken. Mit Leishmanien infizierte Hunde können lange Zeit klinisch unauffällig bleiben.

Klinische Leishmaniose tritt je nach Ausprägung an der Haut und/oder den inneren Organen in Erscheinung. Bei der Hautform (kutane Leishmaniose) zeigen betroffene Tiere Haarausfall vor allen um die Augen, (sogenannte „Brillenbildung“), schuppige bis geschwürartige Hautveränderungen an Ohr und Nase. Bei der Organform (viszerale Leishmaniose) sind Lymphknoten, Milz, Niere, Leber, aber auch Gelenke betroffen.

Schützen können Sie Ihren Hund mit Präparaten, die vor Stech- und Sandmücken schützen, sogenannte Repellentien. Diese sind als Spot-On (24- 48 h vorher auftragen) oder als Halsband (2 Wochen vorher anbringen) verfügbar. Eine Impfung, die das Infektionsrisiko senkt, ist ebenfalls verfügbar.

Herzwurm (Dirofilaria immitis)

Verbreitet sind Herzwürmer (Dirofilarien) in südlichen Ländern. Überträger des Herzwurmes sind Stechmücken. Der Name Herzwurm leitet sich von dem Organ des Tieres ab, indem sich die adulten Würmer meist ansiedeln, dem rechten Herzen. Doch auch in anderen Bereichen des Körpers (Gehirn, Auge, Bauchhöhle, Lunge) können sie zu finden sein. Klinisch äußert sich eine Herzwurm-Erkrankung vielfältig. Von Herzkreislauf-Störungen (z.B. Rechtsherzvergrößerung) bis hin zu Störungen spezifischer Organe (z.B. Lebervergrößerung) oder generalisierter Probleme (z.B. Thrombosen).

Die Herzwurm-Prophylaxe besteht (wie bei Leishmaniose) in der Anwendung eines Insektizides mit repellenter Wirkung. Dieses sollte vor Mückenkontakt angewendet werden. Spot-On Präparate 24 – 48 h vorher, Halsbänder 2 Wochen vorher.

Bei längerem Aufenthalt in Gebieten, in denen eine Infektion Ihres Hundes mit Herzwürmern möglich ist, bietet sich regelmäßige Entwurmung mit gegen Herzwürmer wirksamen Medikamenten an.

Weiterhin übertragen verschiedene Zeckenarten eine Reihe an weiteren, ernstzunehmenden, Krankheiten. Darunter Borreliose (Erreger: Borrelien| Überträger: Gemeiner Holzbock), Babesiose (Erreger: Babesia canis | Überträger: Auwaldzecke, Braune Hundezecke), Ehrlichiose / Anaplasmose (Erreger: Ehrlichia canis / Anaplasma phagocytophilium | Überträger: Braune Hundezecke) und Hepatozoonose (Erreger: Hepatozoon canis | Überträger: Braune Hundezecke).

Diese Krankheiten sind nicht auf den warmen Süden beschränkt, sondern auch in Österreich und Deutschland bereits in vielen Gebieten endemisch. Umso wichtiger ist eine regelmäßige und erfolgreiche Zeckenprophylaxe.

Sie benötigen einen Heimtierausweis, Planen eine Reise in den Süden und wünschen Beratung zu Schutz-Impfungen? Benötigen Sie eine Bestimmung des Tollwut-Titers für die nächste Reise mit Ihrem treuen Begleiter, oder haben Fragen zu anderen Themen wie Zeckenprophylaxe? Wir freuen uns auf Ihren Anruf und beraten Sie gern!

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